Die meisten Apps dieser Gattung hören an derselben Stelle auf: Die Welt liegt unter Nebel, du gehst irgendwohin, der Nebel lichtet sich hinter dir, fertig. Been To geht einen Schritt weiter und sagt dir in einer Zahl, wie viel Prozent einer Stadt oder eines Bezirks du tatsächlich freigelegt hast. Und dann darfst du versuchen, den Rest zu holen.
Das ist eine gute Idee, und die App wird dafür zu Recht gemocht. Trotzdem suchen auffällig viele Leute nach Alternativen, und in Deutschland liegt das selten an der App selbst. Es liegt an zwei Zeilen im Store-Eintrag.
Die Frage, die alles entscheidet
Welches Handy hältst du gerade in der Hand?
Bei den meisten Vergleichen in dieser Kategorie geht es um Geschmack. Hier nicht. Been To gibt es ausschließlich für iPhone und iPad, und es braucht mindestens iOS 18, ein älteres iPhone fällt also ebenfalls raus. Eine Android-Version existiert nicht. In einem Land, in dem deutlich mehr als die Hälfte aller Handys Android-Geräte sind, ist das für die meisten Leser dieser Seite schon die ganze Antwort.
Die zweite Zeile ist die Sprache. Im App Store ist Been To ausschließlich auf Englisch gelistet. Du kannst die App im deutschen Store problemlos laden, aber sie spricht dich auf Englisch an, dauerhaft.
Wenn dich beides nicht stört, du also ein aktuelles iPhone hast und mit englischer App-Bedienung gut zurechtkommst, dann sei ehrlich zu dir: Dann ist Been To vermutlich einfach die richtige App, und du brauchst den Rest dieser Seite nicht.
Was Been To wirklich kann
Fairness zuerst, weil Alternativen-Listen sich das meistens sparen.
Hinter der App steht Treefox AB, ein schwedischer Entwickler, und sie ist seit August 2024 im App Store. Version 1.4.9 kam am 7. September 2026, die App wird also aktiv gepflegt, was in dieser Nische keineswegs selbstverständlich ist. Sie hält rund 4,6 Sterne bei etwa 517 Bewertungen.
Der Kern ist der Nebel, der sich lichtet, wo du hingehst, über Städte, Bezirke und ganze Länder. Der Unterschied liegt in der Schicht darüber: genaue Prozentwerte dafür, wie viel eines Gebiets du freigelegt hast, zu Hause genauso wie im Urlaub, dazu eine Ansicht für die nähere Umgebung, Reiseziele, eine sichtbare Spur deiner Wege und Challenges, die dich weitertreiben.
Die Installation ist kostenlos. Been To Premium steht mit 1,99 Dollar pro Woche, 7,99 Dollar pro Monat oder 29,99 Dollar pro Jahr im Eintrag.
Die ehrlichen Nachteile: nur iPhone, nur Englisch, mindestens iOS 18. Dazu kommt, dass der Store-Eintrag nicht sauber aufschlüsselt, welche Funktionen hinter Premium liegen und welche nicht. Wenn die Prozentwerte der Grund sind, warum du die App willst, prüf das in der App, bevor du ein Abo abschließt, und nicht danach.
Die Alternativen
Eine Einschränkung vorweg: In dieser Kategorie gibt es einen langen Schwanz kleiner Apps, etliche davon Ein-Personen-Projekte, und ihre Funktionen und Preise bewegen sich. Alles unten ist so genau beschrieben, wie es sich genau beschreiben lässt. Schau vor dem Kauf in den Store-Eintrag.
1. Fogbreaker (unsere)
Offenlegung: Das hier ist unsere App, und genau deshalb können wir präzise sagen, was sie tut.
Die Prozent-Idee machen wir genauso, nur eine Stufe feiner. Jedes Gebiet, das du betrittst, bekommt seinen eigenen Wert, auf fünf Ebenen: Land, Region, Bezirk, Stadt und Viertel. Die Zahl ist tatsächlich freigelegte Fläche geteilt durch die Gesamtfläche des Gebiets, keine Straßenzählung und keine Schätzung, und die Grenzen kommen von Overture Maps, nicht aus einer eigenen Zeichnung. Sie aktualisiert sich, während du läufst. Nichts davon steckt hinter einer Bezahlschranke.
Die beiden Zeilen vom Anfang beantworten wir anders. Es gibt uns für iOS und Android, und die App spricht acht Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Japanisch und Koreanisch.
Über der Karte liegen XP, Level, tägliche Quests, Serien und eine Freundes-Rangliste, dazu ein Stadt-Ratespiel für Tage ohne Spaziergang. Wenn du das Prinzip lieber erklärt als verglichen hast, steht das in Fog of War im echten Leben, und die Prozentseite ausführlich in wie viel Prozent deiner Stadt du schon gelaufen bist.
Am besten für: die eigene Stadt zu Fuß freilegen, auf beiden Handys, auf Deutsch. Der Haken: gleich drei, und sie sind echt. In der kostenlosen Version lichtet sich der Nebel nur bei Gehgeschwindigkeit, eine Autofahrt quer durchs Land füllt deine Karte also nicht so, wie sie es bei Been To täte, und das aufzuheben ist eine Pro-Funktion. Die App braucht eine Internetverbindung, um aufzuzeichnen, eine Wanderung ohne Empfang ist also nicht ihre Stärke. Und wir sind deutlich neuer und deutlich kleiner als Been To, mit einer Handvoll Bewertungen gegen mehrere Hundert. Kostenlos für iOS und Android, mit optionalen In-App-Käufen, die nie nötig sind.
Zum Thema Daten, weil es hier mehr zählt als anderswo: Fogbreaker kommt von der Teratis Solutions GmbH, einem deutschen Unternehmen. Deine Daten liegen auf Servern in der EU, das Ganze ist DSGVO-konform, wir verkaufen nichts und geben nichts für Werbung an Dritte weiter, und du kannst deinen Account samt allem, was drinsteckt, jederzeit selbst löschen.
2. Fog of World
Der Veteran, seit 2012 dabei, für iOS und Android. Der ganze Planet startet verdeckt, und deine Abdeckung wird nach Welt, Kontinent, Land und Territorium aufgeschlüsselt. Die klügste Entscheidung: Die Synchronisation läuft über deine eigene iCloud, Dropbox oder OneDrive statt über einen Firmenserver, dein Standortverlauf bleibt also in einem Konto, das dir gehört.
Am besten für: eine Reisekarte fürs ganze Leben, vor allem wenn du viel fliegst. Der Haken: einmalig 30 Dollar, auf iOS ohne Testversion, und die App ist auf die Welt geeicht, nicht auf deine Straße. Eine Runde um den Block fällt darin kaum auf. Die Kaufentscheidung haben wir in unserem Fog-of-World- Test durchgespielt und das ganze Regal in Fog of World Alternativen sortiert.
3. MysteryHike
Am nächsten an Been To, nur mit angeschraubtem Spiel, von MysteryTech s.r.o. und für iOS und Android. Die Karte lichtet sich, wo du warst, Städte zerfallen in Fragmente, die du auf 100 Prozent bringen kannst, und darüber liegen kuratierte Orte, Missionen, XP, Abzeichen und eine Rangliste.
Am besten für: Leute, die den Prozentwert wollen und dazu einen Grund, heute an einen bestimmten Ort zu laufen. Der Haken: ebenfalls nur auf Englisch, die eine Hälfte des Problems bleibt also, und die Vollversion ist ein Abo mit einer ziemlich forschen Liste an In-App-Käufen. Die Details stehen in unserem MysteryHike-Test.
4. Superlocal
Die größte Nutzerbasis auf dieser Seite, rund 3.081 Bewertungen. Es ist allerdings zuerst eine App zum Entdecken von Orten, näher an Foursquare als an einer Nebelkarte, mit Empfehlungen, Check-ins, Abzeichen und lokalen Ranglisten, und einem Nebelmodus, der nebenher mitläuft. Gelistet auf Englisch, Japanisch und Russisch.
Am besten für: Leute, die den Nebel als Schicht über der Suche nach Restaurants, Cafés und Ecken wollen, die sie noch nicht kennen. Der Haken: Wenn dir an Been To gerade die stille, private Prozentzahl gefallen hat, ist das hier eine deutlich lautere und sozialere App, und der Nebel ist nicht die Hauptsache.
5. Google Maps Zeitachse
Keine Nebel-App, trotzdem eine Erwähnung wert. Wenn dein Standortverlauf an war, zeichnet Google längst eine Karte von überall, wo du warst, und du kannst sie heute kostenlos ansehen. Ein Vorbehalt, falls du darauf baust: Google hat die Zeitachse 2025 aufs Gerät verlegt und die Kopien in der Cloud gelöscht, viele Leute haben dabei Jahre an Verlauf verloren. Das Nachspiel steht in Google Maps Zeitachse Alternativen.
Am besten für: sofort sehen, wo du warst, ohne Kosten und ohne Einrichtung. Der Haken: kein Nebel, kein Prozentwert, kein Gefühl dafür, was noch unerkundet ist, und genau darum geht es bei allem anderen hier. Es ist ein Protokoll, keine Motivation. Verglichen haben wir das in eine Karte von überall, wo du gelaufen bist.
World Uncovered, die App, über die alle stolpern
Ohne Nummer, weil wir sie nicht guten Gewissens empfehlen können. Sie taucht bei dieser Suche ständig auf, sie ist kostenlos, sie hält rund 4,5 Sterne bei 126 Bewertungen, und sie zeichnet Reisen tatsächlich auf und stellt sie in vier Ansichten dar. Das Problem ist das Datum: Version 1.72 erschien im Mai 2020, danach kam nichts mehr. Sechs Jahre ohne Update, bei einer App, deren ganze Aufgabe Standortaufzeichnung im Hintergrund auf einem modernen Handy ist, ist ein echtes Risiko und keine Marotte.
Vergleich auf einen Blick
| App | Plattformen | Prozentwert | Sprachen | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Been To | nur iOS, ab iOS 18 | ja, pro Gebiet | Englisch | gratis, Premium 29,99 $/Jahr |
| Fogbreaker | iOS und Android | ja, fünf Ebenen | acht | gratis, Abo |
| Fog of World | iOS und Android | nach Territorium | mehrere | 30 $ einmalig |
| MysteryHike | iOS und Android | ja, Stadtfragmente | Englisch | gratis, Abo |
| Superlocal | iOS | nein, nur Nebelmodus | EN, JA, RU | gratis |
| Google Zeitachse | iOS und Android | nein | viele | gratis |
| World Uncovered | iOS | nein | Englisch | gratis, ungepflegt |
Und jetzt welche
- Du hast ein Android-Handy. Fogbreaker, Fog of World oder MysteryHike. Been To steht schlicht nicht zur Wahl.
- Du willst die App auf Deutsch. Fogbreaker ist hier die einzige, die alle acht unserer Sprachen abdeckt.
- Du willst eine Reisekarte fürs Leben und fliegst viel. Weiterhin Fog of World.
- Du willst dein eigenes Viertel Straße für Straße zu Fuß freilegen. Fogbreaker.
- Du willst den Prozentwert und dazu ein konkretes Ziel für heute. MysteryHike.
- Du willst neue Orte finden, nicht nur alte freilegen. Superlocal.
- Du hast ein aktuelles iPhone, kommst mit Englisch klar und willst vor allem einen sauberen Reise-Tracker mit Prozentwerten. Been To. Darin ist die App gut.
Noch eine Sache, weil es das häufigste Ärgernis dieser Kategorie ist: Eine Nebel-App ist nur so gut, wie zuverlässig sie im Hintergrund läuft. Eine App, die alles mitschreibt, und eine, die du zweimal die Woche aufmachst, ergeben sehr verschiedene Karten desselben Lebens. Egal welche du nimmst, beobachte eine Woche lang, wie sie sich auf deinem Handy verhält, bevor du über die App urteilst.
