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Wie viele Schritte sind 1 km? Umrechnungstabelle für 1 bis 20 km

Joel RenkVon Joel Renk··3 Min. Lesezeit

Die meisten Umrechnungen laufen in eine Richtung: Du hast eine Schrittzahl und willst wissen, wie weit das war. Oft steht die Frage aber andersherum im Raum. Du kennst die Strecke, weil die Karte sie anzeigt oder weil du die Runde schon hundert Mal gegangen bist, und willst wissen, was dein Schrittzähler am Ende sagen wird.

Die Kurzfassung: Ein Kilometer sind rund 1.250 Schritte. Die meisten Menschen liegen zwischen etwa 1.200 und 1.550, abhängig von Körpergröße und Tempo. Unten findest du die ganze Tabelle von 1 bis 20 km und darunter, wie du die Zahl auf deinen eigenen Schritt zuschneidest.

Kilometer in Schritte: die Tabelle

Gerechnet mit der Faustregel von 1.250 Schritten pro Kilometer, plus die Gehzeit in moderatem Tempo (rund 5 km/h):

DistanzSchritteGehzeit (moderat)
1 km1.250~12 Min.
2 km2.500~24 Min.
3 km3.750~36 Min.
4 km5.000~48 Min.
5 km6.250~1 Std.
6 km7.500~1 Std. 12 Min.
7 km8.750~1 Std. 24 Min.
8 km10.000~1 Std. 36 Min.
9 km11.250~1 Std. 48 Min.
10 km12.500~2 Std.
12 km15.000~2 Std. 24 Min.
15 km18.750~3 Std.
20 km25.000~4 Std.

Die Zeile, die vielen im Gedächtnis bleibt, ist die achte: 8 km sind ziemlich genau 10.000 Schritte. Das ist der Grund, warum sich die beiden Zahlen im Alltag so oft begegnen. Wenn dich die Richtung Schritte zu Distanz mehr interessiert, steht sie mit Rechner in einem eigenen Beitrag.

Wie viele Schritte pro Kilometer bei deiner Körpergröße

1.250 ist ein Durchschnitt, kein Gesetz. Die eine Variable dahinter ist deine Schrittlänge, und die hängt vor allem an der Körpergröße. Eine brauchbare Faustregel: Schrittlänge entspricht Körpergröße mal 0,43.

KörpergrößeSchrittlängeSchritte pro km
150 cm0,65 m~1.550
155 cm0,67 m~1.500
160 cm0,69 m~1.450
165 cm0,71 m~1.410
170 cm0,73 m~1.370
175 cm0,75 m~1.330
180 cm0,77 m~1.290
185 cm0,80 m~1.260
190 cm0,82 m~1.220
195 cm0,84 m~1.190

Zwischen 150 cm und 195 cm liegen rund 360 Schritte pro Kilometer. Auf einer 10-km-Runde summiert sich das auf etwa 3.600 Schritte Unterschied, bei exakt derselben zurückgelegten Strecke. Wer kleiner ist, sammelt für dieselbe Distanz schlicht mehr Schritte ein.

Miss deine eigene Schrittlänge

Formeln sind Schätzungen. Deine echte Schrittlänge hast du in zwei Minuten:

  1. Such dir eine ebene Strecke und markiere eine Startlinie.
  2. Geh 20 natürliche Schritte und markiere, wo du stehen bleibst.
  3. Miss die Distanz und teile sie durch 20. Das ist deine Schrittlänge.

Zwanzig Schritte statt zehn, weil sich Messfehler so auf die doppelte Strecke verteilen. Danach gilt: 1.000 geteilt durch deine Schrittlänge in Metern ergibt deine persönlichen Schritte pro Kilometer. Bei 0,72 m sind das 1.389, also rund 1.390.

Geh dabei normal. Der häufigste Fehler ist, beim Zählen unbewusst größere Schritte zu machen, was die Schrittlänge zu lang und die Schritte pro Kilometer zu niedrig ausfallen lässt.

Warum das Tempo die Zahl verschiebt

Schrittlänge ist keine feste Größe. Beim Schnellergehen bewegst du nicht nur die Beine schneller, du greifst mit jedem Schritt auch weiter aus. Derselbe Mensch braucht deshalb für einen Kilometer unterschiedlich viele Schritte, je nachdem, wie er unterwegs ist:

TempoGeschwindigkeitSchritte pro km
Bummeln~3,5 km/h~1.450
Gemütlich~4 km/h~1.350
Moderat~5 km/h~1.250
Zügig~5,6 km/h~1.180
Schnell~6,4 km/h~1.120

Ein entspannter Sonntagsspaziergang und ein zielstrebiger Weg zur Bahn können sich über einen Kilometer um mehr als 300 Schritte unterscheiden. Wer beim Gehen zwischen schnellen und langsamen Blöcken wechselt, wie beim Japanese Walking, bewegt sich innerhalb einer einzigen Runde durch mehrere Zeilen dieser Tabelle.

Warum dein Handy eine andere Zahl anzeigt

Wenn du 5 km gehst und dein Handy statt der erwarteten 6.250 Schritte etwas ganz anderes meldet, liegt das selten an der Umrechnung. Schrittzähler arbeiten mit dem Beschleunigungssensor und erkennen Schritte am Bewegungsmuster. Steckt das Telefon in der Jackentasche, schiebst du einen Kinderwagen oder trägst du eine Einkaufstasche, fehlt dieses Muster teilweise, und die Zählung fällt zu niedrig aus. In die andere Richtung geht es genauso: Auch eine holprige Autofahrt produziert Schritte, die du nie gegangen bist.

Deshalb sind sich zwei Apps auf demselben Handy selten einig. Sie messen nicht unterschiedlich weit, sie interpretieren dieselben Sensordaten nur nach eigenen Regeln. Für die Distanz ist der GPS-Track ohnehin die verlässlichere Quelle. Die Schrittzahl ist eher ein Nebenprodukt.

Von Kilometern zu Orten

Es gibt eine Grenze, ab der diese Umrechnerei aufhört, nützlich zu sein. Sechs Kilometer sind 7.500 Schritte, gut. Aber keine der beiden Zahlen sagt dir etwas darüber, ob die Runde schön war, ob du etwas Neues gesehen hast oder ob du sie morgen wieder gehen willst.

Genau da setzt Fogbreaker an. Die Karte startet unter einer geschlossenen Nebeldecke, und während du gehst, lichtet sich der Nebel entlang deiner Route. Aus den 7.500 Schritten wird ein Stück Stadt, das vorher nicht sichtbar war: eine Seitenstraße, ein Uferweg, das Viertel hinter dem Bahnhof, durch das du sonst nur fährst. Die Frage verschiebt sich von "wie viele Schritte sind das" zu "was liegt hinter der nächsten Ecke", und das ist auf Dauer der bessere Grund, eine neue Route zu gehen.

Also, kurz und knapp: Ein Kilometer sind rund 1.250 Schritte, 5 km sind etwa 6.250 und 10 km rund 12.500. Miss deine Schrittlänge einmal, dann kennst du deine eigene Zahl. Und dann such dir einen Kilometer aus, den du noch nie gegangen bist.

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